• Kreativ frankieren

    Große Empörung herrscht über die wiederholten Portoanhebungen der Deutschen Post, jedoch sind wir im europäischen Vergleich echt noch gut dran. Besonders Karten und Briefe ins Ausland sind billiger als bei unseren Nachbarn, außerdem ist es so schön unkompliziert, ein Preis für alles, eben 75 Cent. In Frankreich  soll ich dann noch unterscheiden, ob es Karte oder Brief ist, Europa oder Welt, schnell oder langsam. In der Praxis ist das alles Unsinn. Eine Testkarte aus Laon mit einer Briefmarke, die höchstens bis zur Grenze gereicht hätte, kam unverzüglich und ohne Beanstandung in Kleve an.
    Bei Auslandspost eröffnen sich kreative Möglichkeiten, denn da kann der Briefträger am Zielort nicht überprüfen, ob das Porto stimmt.
    Banano de Costa RicaIn der französischsprachigen Postcrossing-Gruppe auf Facebook hat man gute Erfahrungen mit Bananenaufklebern gemacht. Auch ich wollte das versuchen, und siehe da, schnell und unkomplziert wurde meine Karte aus der Bananenrepublik in den Norden Frankreichs expediert.
    In Zukunft werde ich beim Kauf von Bananen also nicht mehr darauf achten, ob gelb oder grün, lang oder kurz, bio oder normal, sondern ob der Aufkleber möglichst eckig ist und eine hübsche Briefmarke abgibt. Bananenerzeuger aller Länder, bringt ruhig mal ein paar Sondermarken raus!French genius
    Weitere Einsparungen lassen sich durch Verschiebungen im Raum-Zeit-Kontinuum erreichen. In einigen europäischen Ländern wie Holland und Frankreich ist die Verwendung von Briefmarken aus der Vor-Eurozeit sogar gestattet, man muss nur den Europreis ausrechen. In Deutschland geht das nicht, aber auf der Marke steht ja nur eine Zahl, so könnte das Porto auf die Hälfte reduziert werden. Eine Versuchsreihe steht noch aus.
    Allerdings hat Alexa zum Beispiel eine Karte aus den Niederlanden bekommen, die mit indonesischen Briefmarken frankiert war, vielleicht versuche ich also mal, meine billigen marrokanischen Reste unter die Leute zu bringen. Notfalls versende ich die Karten von der anderen Seite der Grenze.
    Seize mattersEs geht aber noch einfacher. Kürzlich zog ich eine Adresse in der Tschechischen Republik und fand das Profil auf den ersten Blick unsympathisch. "Ich will das, das, das." Sonst nichts. Kannst du haben. Die hässlichste Karte meiner Sammlung wurde mit einer 20-Cent-Marke frankiert, schön groß mit Rand, und ab die Post. Wenn die Karte geschreddert würde, wäre ich nicht traurig. Aber d
    ie Karte kam innerhalb von drei Tagen an.
    Der satanarchäolügenialkohöllische WunschumschlagNichts geht jedoch über den immerwährenden Briefumschlag, den Nikolaus mir nun schon mehrfach geschickt hat und der immer noch ungestempelt ist. Langsam müssen wir das Papier verstärken, weil es vom häufigen Öffnen leidet, aber die Marken sind wie neu.


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