• 6 Kerzen für ein Halleluja


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  • IbimsMeine Studierenden im Abendsemester Französisch sind immer ganz begeistert, wenn Post aus Frankreich kommt. Leider können sie noch nicht so richtig antworten, wir machen ja auch das Vokabular des Lehrbuchs, das nicht immer zu persönlicher Korrespondenz passt.

    Ich habe die Briefe der französischen Schüler gescannt und werde sie auch auf Facebook veröffentlichen, in der Schulhalle hängen sie schon, weil wir etwas zum Jahrestag des Elysée-Vertrages machen wollten.


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  • Aventure et écritureIm Gegensatz zu Miranda beschreibt die gute Carombaise ihre Karten vollständig mit schöner und leserlicher Schrift. 

    TorreroJoseph Peyré ist zudem auch ein richtiger Schriftsteller, der seiner Sehnsucht nach der Sahara literarischen Ausdruck verlieh. Aber auch er hatte seine dunkle Seite als Möchtegernstierkämpfer.

    Ein Kamel wartete am Mittelmeer auf das Schiff aus New York, ein Wiesel saß auf einem Kiesel inmitten Bachgeriesel.

    Auf der Karte ist so einiges versammelt, was mich anturnt, Meer, Sahara, New York, Kanada, obwohl ich den Zusammenhang nicht ganz verstehe. Eigentlich insinuiert die Reisewerbung doch, dass man von New York aus mit dem Schiff ans Mittelmeer gelangt, wo die Wüste beginnt. Aber wahrscheinlich reitet da einer nur mit seinem Kamel am Strand spazieren, während sich das Schiff durch die Straße von Gibraltar quetscht.

      


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  • Oha, heute kam eine Karte von einer Schriftstellerin aus den USA. na ja, Möchtegernschriftstellerin, aber wer will, kann ihr Werk im Netz lesen. Mir reicht die Karte.

     

    About Miranda...

    Hello!

    My day job is at a local credit union, but what I really want to do is write. I have finished a novel the rough draft can be found on wattpad (link below) and in the process of writing a second.

    I love the idea of traveling, but it's just not a possibility for me right now. So Postcrossing in an opportunity to get to know people and place all over the world without leaving my little corner of it.

    Looking for an idea of what kind of card to send. I would love any card you send, below are a few ideas.
    Landscape
    Art
    Historic place
    Doctor Who
    Marvel, DC
    Disney
    Movie Posters
    Birthday in May
    Reading/Books/Writing/Quotes
    Whatever makes you smile.

    Stuck on what to write on the back just a few ideas.
    What makes you happy
    About you town/city/village
    Favorite quote
    Books your reading
    Music
    Recipes

    Feel free to check out my wattpad page below:
    https://www.wattpad.com/user/MirandaRenae

    Or you can follow me on Instagram:
    https://www.instagram.com/_miranda_renae/

     

    Eine Frau, die vom Schreiben träumt und Ratschläge für gelungene Postkarten erteilt, da muss doch ein toller Text rüberkommen. Great!

    Eigentlich ist der Poststempel das beste an der Karte.

    Make my cards great again!


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  • Nette und böse BriefeEinmal in der Woche avanciert Kranenburg zum Ort meiner Shoppingaktivitäten, und dazu gehören nicht nur Lebensmittel und Medikamente für meine Mutter.

    Seit einiger Zeit gibt es in der Großen Straße in Kranenburg-City sogar eine Buchhandlung. Mit Post! Alles was ich brauche an einem Ort.

    Gut, die Post hat die Buchhändlerin von einem anderen Laden (Post und Elektrogeräte) übernommen, lange Zeit gab es dann auch nur die Post in ihrem Ladenlokal. Nun kann man dort auch Bücher kaufen, die Auslage ist immer noch recht übersichtlich. Karten gibt es auch, aber keine Ansichtskarten. Die Buchhändlerin ist sehr nett und mit ihrem Projekt außerordentlich mutig, sie hat mal bei Bouvier in Bonn gearbeitet, nicht mal die haben überlebt.

    Deshalb habe ich beschlossen, meine Bücher möglichst bei ihr zu bestellen. Gestern habe ich mir so ein Geschenk gemacht, eine stilechte Mischung aus Post und Literatur: Briefe von Arno Schmidt, die er, dem Titel nach zu urteilen, dem Postauto anvertraute, wahrscheinlich hatte er auf der Heide auch kein Postamt in der Nähe.

    Es liest sich gut, auch wenn man die Nachkriegsnöte eines Schriftstellers überdeutlich nachvollziehen kann. In einem Brief von 1948 an Kurt Marek vom Rowohlt-Verlag verlangt er baldige Auskunft, ob man seine Schriften denn nun zu drucken gedächte.

    "P:S: Der Asket Gautama lebte längere Zeit von 1 Reiskorn pro Tag, seit Ende August versuche ich Ähnliches (natürlich unter Verwendung der ortsüblichen Magnum Bonum).

    (...)

    - Ein mir selbst unverständlicher Rest von Anstandsgefühl verhindert mich, diese Karte unfrankiert in den Kasten zu werfen; danken Sie doch diesen Umstand
                     dem Vertragsautor des Rowohlt-Verlages
                     (vgl. Ihr Geehrtes vom 20.7.48)

    ›Und nun auf, zum Postauto!‹
    Briefe von Arno Schmidt
    Hg. von Susanne Fischer und Bernd Rauschenbach
    Eine Edition der Arno Schmidt Stiftung im Suhrkamp Verlag, 2013


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