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    2021 kommt ganz leise reingeschlichen, kein großes Feuerwerk zur Begrüßung, keine großen Partys, einfach nur die Freude bei allen, dass 2020 beendet ist. Armes stilles 2021, den übergroßen Erwartungen wirst du wohl kaum gerecht werden können. Denn was ändert sich jetzt? Auch heute Nacht sterben Menschen an Corona, andere infizieren sich, weil sie doch nicht aufs Feiern verzichten können, in der Nachbarschaft höre ich seit Stunden Böller, aber kein Vergleich zu anderen Jahren. Morgen sind die Theater, Museen, Cafés und Restaurants auch noch geschlossen und Gott allein weiß, wann die Schulen wieder öffnen, die KultusministerInnen jedenfalls nicht. Also alles beim Alten, da passen doch diese alten Neujahrskarten ganz gut, die ich kürzlich mit vielen anderen alten und weniger alten Karten bekam. Diese Neujahrskarte muss aus der direkten Nachkriegszeit stammen, Porto 4 Pfennig, und Nothilfemarken gab es auch noch. Keine schlechte Idee, wie wäre es mit Corona-Nothilfemarken?

    Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne.Gute Idee: Nothilfemarken

     


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  • In Frankreich kämpfen im neuerlichen Shutdown die Buchhandlungen vergeblich darum, auch öffnen zu dürfen, weil sie nicht weniger Weihnachten nahtsystemrelevant seien als Supermärkte. Auch in Deutschland waren in der ersten Welle die Buchhandlungen geschlossen, in der zweiten Welle nicht, weil man ja sowieso ungehindert einkaufen kann. Aber alle kulturellen Einrichtungen sind zu, als ob sich jemand im Museum anstecken würde. Ich finde, das zeigt sehr anschaulich, welch geringen Wert man in Politikerkreisen solchen Nebensächlichkeiten wie Literatur, Kultur und Kunst beimisst.
    Aber was bleibt, wenn das Geld verbrannt, die Konsumgüter weggeworfen und die Fußballspiele verloren sind? Genau: Literatur, Kultur und Kunst.

    Hölderlin isch et verrückt gwä.

    Ist es Zufall? In den letzten Tagen bekam ich zwei wunderbare Karten zum Thema Literatur. Die Karte von Anna aus Österreich illustriert auf anschauliche Weise die Worte Hölderlins am Ende seines Gedichtes "Andenken": "Was bleibet aber, stiften die Dichter." Der gesamte Rest ist mit Tipp-Ex entfernt, so wird es auch unserer Welt ergehen, wenn sie ihre Kultur nicht besser behandelt.

    Jane Austens Schreibzimmer

    Von Alison aus Großbritannien bekam ich eine Karte mit dem Cottage von Jane Austen in Hampshire, wo sie die letzten Jahre ihres Lebens verbrachte. Offensichtlich hatte sie einen echt kleinen Schreibtisch, der aber sehr aufgeräumt aussieht. Wie hat sie das bloß geschafft?

     


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  • Die Sonne der Provence fördert die Kreativität, besonders im textilen Bereich, wie es scheint. Ich bedauere ein bisschen, dass meine Amica ihren Computer sträflich vernachlässigt und statt dessen einer Nähmaschine ihre ungeteilte Aufmerksamkeit schenkt. So ein Gerät hat doch auch Gefühle.
    Aber diesmal hat sie allein mit einer Schere eine wunderbare Karte gezaubert, ich frage mich die ganze Zeit, wo sie dieses interessante Stück Stoff aufgetrieben oder abgeschnitten hat.

    Iron and Brass


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  • Ein kleines Postkartenprojekt für eine Freundin, die sich während des Pandemiemonats November in ihr Haus in der Provence zurückgezogen hat und sich dort der kreativen Einsiedelei widmet. Damit sie sich nicht langweilt, bekommt sie Postkarten. Ich finde, das ganze hört sich total dekadent an und ich beneide sie aus tiefstem Herzen.

    Frauen allein zu Haus: Hier sind immer nur die Karten, die sie schon bekommen hat. Leider habe ich es wohl versäumt, die Bäckerin einzuscannen. Liebste Freundin, könntest du mir vielleicht ein Foto von der Karte schicken? Ein gutes, du weißt schon, am besten einen Scan.

       Die Hexe     Die Spinnerin
     Die Ausgeschlafene  Die Bäckerin
     Die Gebildete        Die Geduldige

     

    Die Schwache    Die Starke 
     Die Geheimnisvolle    
         
       
       
       

     


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  • Keine Bestnoten für dieses Jahr

     

    Anfang Oktober bekam ich diese Karte mit guten Wünschen für 2020. Ob aus diesem Jahr noch ein gutes Jahr werden kann?

    Vielleicht, wenn wir gesund bleiben, wenn es medizinische Fortschritte gibt, wenn wir doch noch ein bisschen verreisen können und wenn Trump nicht wieder Präsident wird.

     


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